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Arnold Schwerlast: Mega-Batterie auf dem Tieflader unterwegs

Die öffentlichen Auftraggeber vertrauten dem Logistikspezialisten aus Rimpar ein wegweisendes Bauteil für die zukünftige Stromversorgung an.

Luftaufnahme-Büro-Rimpar,-Arnold-Schwerlast,-250-Pixel-BreiteDie Energiewende verändert Deutschland und die Zauberformel dafür heißt Erneuerbare Energien. Damit nukleare und fossile Kraftwerke endgültig in Ruhestand gehen können, muss der aus Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme gewonnene Strom allerdings auch gespeichert werden. Der international agierende Logistikdienstleister Arnold Schwerlast aus Rimpar bei Würzburg hatte den Auftrag, eine neu entwickelte Flüssigbatterie an seinen Bestimmungsort zu überführen.

Nach wie vor besteht die größte Herausforderung im Speichern überschüssiger Energie für die Zeiten, in denen Sonne und Wind gerade Pause machen. So arbeiten Forschung und Energiekonzerne weltweit an der Entwicklung von effizienten Speichertechnikkonzepten, die die Fluktuationen bei der Stromerzeugung verarbeiten können. Im Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal bei Karlsruhe wird derzeit ein 19 Millionen Euro schweres Pilotprojekt vorangetrieben, das den Namen „RedoxWind“ trägt. Die Entwicklung und der Betrieb eines sogenannten Redox-Flow-Großbatteriespeichers mit einer Kapazität von 20 MWh und einer Leistung von 2 MW wird zu gleichen Anteilen durch das Land Baden-Württemberg und das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Reibungslose Abwicklung trotz besonderer Vorgaben

In Pfinztal wird die Großbatterie an eine Windenergieanlage mit einer Nabenhöhe von 100 m und einem Rotordurchmesser von 82 m angeschlossen. Der Transport der knapp vier Meter hohen überbreiten Fracht stellte vor allem durch die Vorgaben aufgrund der Empfindlichkeit der Batterie eine logistische Herausforderung dar. Die Transporttemperatur musste genauso beachtet werden wie der Einsatz von speziellen Federungssystemen des Fahrzeugs. Jegliche Stöße sowie die Temperatur und GPS-Koordinaten des 40-Tonnen-Gefährts wurden mittels elektronischer Transportüberwachung aufgezeichnet.

Auch wenn die gesamte Transportstrecke von knapp 400 km nach Pfinztal nicht allzu lang für das Team der Arnold Schwerlast war, freut sich Geschäftsführer Oliver Arnold über die saubere und professionelle Abwicklung des Auftrages durch den Senior Operation Manager Walter Niederländer. Mit der Kapazität der Großbatterie könnte man übrigens den unterfränkischen Ort Rimpar, in dem der Arnold Schwerlast ansässig ist, ungefähr bis zu acht Stunden mit Strom versorgen. „Es ist für unseren Wirtschaftsstandort Deutschland eine extrem wichtige Aufgabe, die Alternativen in der Energiebranche für die Zukunft zu entwickeln. Nur so können wir weiterhin in der obersten Liga der Wirtschaftselite der Welt mitspielen“ meint Oliver Arnold.

Hintergrund

Jüngst freute sich die deutsche Wirtschafts- und Energiepolitik über die Meldung, dass am 1. Mai mehr als 100 Prozent des bundesweiten Strombedarfs mittels erneuerbarer Energieträger produziert wurde. Vor allem in der Stromproduktion sind die erneuerbaren Energieträger weiter auf dem Vormarsch, wobei die Windenergie den größten Anteil dazu beiträgt. Nach im März veröffentlichten Zahlen des Umweltbundesamtes wurde im Jahr 2017 eine Rekordstromerzeugung von 106,6 TWh durch Windkraftanlagen erzeugt, was einer Steigerung von einem Drittel zum Vorjahr entspricht.


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