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Main-Spessart, Würzburg & Kitzingen

10 Jahre CSD (ChristopherStreetDay)

Würzburg - Der CSD Würzburg existiert seit 2001 und steht für ein gleichberechtigtes Miteinander in der Gesellschaft.  Er fungiert als Plattform für Organisationen der Selbsthilfe und Bürgerrechte.
Der Christopher Street Day Würzburg ist die größte schwul-lesbische Veranstaltung in Würzburg und eine der wichtigsten öffentlichen Veranstaltungen gegen Diskriminierung und für Chancengleichheit und gelebte Toleranz in Würzburg.

csd-plakat10 Jahre Liebe, 10 Jahre Kampf, 10 Jahre CSD Würzburg!
- Erklärung zum Christopher Street Day Würzburg 2011 –

Gleiche Rechte & gleiche Pflichten - Unsere Verfassung muss Schwulen, Lesben und Transgendern endlich Schutz vor Diskriminierung und Gleichstellung vor dem Gesetz zusichern.

Für die Toleranz Fabrik e.V. als Veranstalter des Christopher Street Day (CSD) Würzburg ist das Jahr 2011 ein ganz besonderes. Am 29. / 30. Juli 2011 blickt der CSD auf dem Unteren Markt in Würzburg auf sein zehnjähriges Bestehen zurück. Die Veranstaltung wird daher in diesem Jahr ganz unter dem Motto „10 Jahre Liebe, 10 Jahre Kampf, 10 Jahre CSD“ stehen.
RÜCKBLICK
Als im Juni 1969 in der New Yorker „Christopher Street“ die Anfänge der schwullesbischen Bürgerrechtsbewegung begründet wurden, waren Schikanen und Diskriminierung von Homosexuellen weltweit an der Tagesordnung. Unerreichbar und undenkbar schienen damals legale Feiern, Paraden und Feste für Homosexuellen. 33 Jahre später, bei der Premiere des Christopher Street Day in Würzburg (2002) unter dem Motto „Andersrum ist nicht verkehrt“, schienen auch Ziele wie die Öffnung des Trausaals und die Gleichstellung homosexueller Paare mit der Ehe noch in weiter Ferne.
Viele Ziele konnten seither erreicht werden, um andere müssen wir weiterhin kämpfen. Eines jedoch steht fest: Der Kampf, das Engagement und der Widerstand – sie lohnen sich!
Als sich die Toleranz Fabrik e.V. im Jahre 2005 mit dem CSD-Motto „Traut Euch!“ erstmals für die Öffnung des Trausaales für homosexuelle Paare stark machte, lag das Recht auf Eintragung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften auf Bundesebene bereits vor. Trotzdem dauerte es drei weitere Jahre bis auch der Würzburger Stadtrat im Juli 2008 der Öffnung des Trausaals für Homosexuelle zustimmte und damit der Forderung des CSD Würzburg 2008 „Trausaal 2008 – Für Gerechtigkeit. Für Akzeptanz.“ nachkam.


ZIELE & FORDERUNGEN
Erfolge wie die Öffnung des Trausaals für homosexuelle Paare geben der Toleranz Fabrik e.V. Kraft für den Kampf um bisher noch nicht erreichte Ziele. Auch die zunehmende Zahl an Unterstützern, zu denen neben dem derzeitigen Oberbürgermeister Georg Rosenthal, der 3. Bürgermeisterin und Ehrenmitglied Marion Schäfer, der Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/ Die Grünen Claudia Roth, die mehrmals in Ihrer damaligen Funktion als Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung die Schirmherrschaft über den CSD Würzburg inne hatte, auch prominente Künstler wie die Weather Girls, Love-Parade-Gründer Dr. Motte und Lilo Wanders gehören, machen stark für ein weiteres Engagement gegen Diskriminierung und Vorurteile.

Mit dem 10. CSD Würzburg will die Toleranz Fabrik e.V. auf ihren Kampf und ihre Ziele aufmerksam machen. Der Würzburger CSD 2011 fordert daher die Erweiterung des Artikels 3 Abs. III GG um die sexuelle Identität. Schwule, Lesben und Transgendern müssen endlich durch das Gesetz vor Diskriminierung geschützt werden. Auch der Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes, der bereits 2009 die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren mit der Ehe als unbedingt notwendig erkannte, muss endlich in die Tat umgesetzt werden.
Diese offenen Ziele sind Grundlage des künftigen Engagements der Toleranz Fabrik e.V. und Motivation zu weiterem Kampf: Für 100% Gleichstellung, für erlebte Toleranz und für Gesetze, vor denen alle Menschen gleich sind!
10. CSD WÜRZBURG
Die Toleranz Fabrik e.V. lädt daher zum CSD 2011 nach Würzburg ein.
Am Freitag, den 29. Juli 2011 um 19:30 beginnt der CSD mit dem Festakt zu 10 Jahre CSD Würzburg im Wappensaal des Rathauses Würzburg, Rückermainstraße 2.
Am Samstag, den 30. Juli 2011 findet ab 14 Uhr das Straßenfest auf dem Unteren Markt in Würzburg statt. Von dort aus startet um 15 Uhr der Demozug durch die Innenstadt.
 


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