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Main-Spessart, Würzburg & Kitzingen

Warema fertigt Mund-Nasen-Masken für den Landkreis

LRA Main-Spessart - Nachdem es immer schwieriger wird, Gesichtsmasken zu bekommen, hat die Bayerische Staatsregierung jedem Landkreis Vliesstoff für die Herstellung von Masken zukommen lassen.

maskenAuch der Landkreis Main-Spessart wurde bislang mit zwei Rollen Vlies bedacht. Über das Bürgertelefon und per E-Mail hatten sich bereits mehrere private Personen gemeldet und bereit erklärt, Masken in Eigenregie zu nähen. „Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist beeindruckend.“, lobt Landrat Thomas Schiebel und dankt für deren Einsatzbereitschaft. Allerdings habe sich der Landkreis nach eingehender Überlegung dazu entschlossen, die Produktion in eine Hand zu geben – auch aufgrund der hohen Stückzahl: Der angelieferte Stoff reicht für rund 8.000 Masken.

Mit dem renommierten Sonnenschutzhersteller „Warema“ aus Marktheidenfeld konnte ein Unternehmen gefunden werden, das in der Lage ist, pro Tag 400 Masken zu produzieren.
„Wir wollen den Landkreis im Kampf gegen das Corona- Virus so gut es geht unterstützen.“, erklärt die Vorstandsvorsitzende Angelique Renkhoff-Mücke. Deshalb werde Warema die Masken unentgeltlich produzieren. Dafür hat die Firma zwei Nähplätze aus dem operativen Geschäft herausgenommen. Denn unabhängig von der Maskenherstellung muss die Produktion von Sonnenschutzsystemen natürlich weiterlaufen. „Wir sind dem Unternehmen für dieses Engagement sehr dankbar.“, so Landrat Schiebel.

Anhand der von der Staatsregierung mitgelieferten Muster wurden zunächst einige Probeexemplare hergestellt. Nun begann die Produktion zunächst mit 150 Masken am Tag, die nach und nach hochgefahren wird. Insgesamt wird das Unternehmen mit der Fertigung der Masken rund drei Wochen beschäftigt sein. Bei der Herstellung tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Produktion Schutzmasken und Handschuhe, womit eine hygienisch einwandfreie Produktion gewährleistet ist. Das Landratsamt weist allerdings darauf hin, dass die Masken nicht zertifiziert sind und deshalb nicht als „Schutzmasken“ bezeichnet werden dürfen. Auch eine Kennzeichnung gemäß den gesetzlichen Vorgaben nach Textilkennzeichnungsgesetz ist daher nicht möglich.
Die Verteilung wird über das Landratsamt erfolgen. Die ersten Masken werden zunächst an die Bewohner in den Pflege- und Altenheimen ausgegeben.

Foto (Warema): So sollen die Gesichtsmasken der Firma Warema aussehen.


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