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Main-Spessart, Würzburg & Kitzingen

Infostele „Schafstränke“ am Heuchelhof

Würzburg - Verborgene Technik im Wald verstehen.

schafstraenkeIm Wald gibt es viel zu entdecken und das nicht nur für Naturfreunde, auch Tech-nikinteressierte finden manchmal einen kleinen Schatz am Wegesrand. Die Kunst ist nur bisweilen, zu erkennen, was man gerade vor sich hat. Im Wald nahe der Ber-ner Straße am Heuchelhof lüftet nun eine neue Infostele ein Geheimnis, über das schon viele Waldspaziergänger gerätselt haben dürften. Zwei alte Brunnenstuben beherbergen einen sogenannten „Widder“, mit dem vor Jahrzehnten aus dem an Quellen reichen Waldstück Wasser zum Gut Heuchelhof gepumpt wurde. Dies funktionierte ganz ohne Strom durch eine ausgeklügelte Technik, die auch große Höhenunterschiede überwindet, indem Wasser zunächst steil abwärts fließt und dann an einem Ventil abrupt gestoppt wird. Der dabei entstehende Druck wird ge-nutzt um einen Teil dieses Wassers in eine Steigleitung zu pressen. Der Wasser-transport wurde durch ein markantes Geklapper begleitet, an das sich einige älterer Heuchelhof-Bewohner noch erinnern können.

Der frühere Naturschutzwächter Eckhard W.K. Beck hat um Sponsoren geworben, um diese kleine Geschichte, die er selbst bei vielen Führungen durch Wald und Flur weitergegeben hat, auf einer wetterfesten Tafel erzählen zu können. Die Spar-kassenstiftung und die Trinkwasserversorgung der WVV ließen sich für diese Idee begeistern und steuerten zusammen 1500 Euro bei. Mitarbeiter des Gartenamts er-ledigten nun den robusten Aufbau. Umweltreferent Wolfgang Kleiner lobte bei ei-nem Besuch unweit des Zentrums für Körperbehinderte die ehrenamtliche Initiative und freute sich über die Ausführung des Infopunkts im einheitlichen Erschei-nungsbild, den man aus Würzburgs Wäldern bereits kennt.

Die Tafel informiert auch darüber, dass in der „Ellere“, einem wenig ertragreichen Ödland zwischen den guten Äckern und früheren Weinhängen, lange Zeit Schafe weideten, die hier eine große Tränke vorfanden. Die Folge davon sind sogenannte Halbtrockenrasen mit seltenen lichtliebenden Pflanzen.

Bild „Schafstränke“

Informationen am Wegesrand: Rainer Ankenbrand, stellvertretendes Vorstandsmit-glied von der Sparkasse Mainfranken, Stadtrat Rainer Schott, Stadtrat Eckhard G. Beck, Lena Priesemann von der Trinkwasserversorgung der WVV, Gartenamtsleiter Dr. Helge Bert Grob, Eckard W.K. Beck, Gerald Bick, stellvertretend für die ausfüh-renden Gartenamtsmitarbeiter und Umweltreferent Wolfgang Kleiner (von links) an der ehemaligen Schafstränke. Es fehlt Stadtrat Wolfgang Scheller, der das Projekt ebenfalls mitunterstützt hat. Bild: Georg Wagenbrenner


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