Main-Spessart, Würzburg & Kitzingen

Eigenheimförderung: Einkommensgrenzen wurden erhöht

Würzburg - Wer ein Haus oder eine Wohnung bauen, erwerben oder sein Eigenheim barrierefrei umbauen möchte, sollte bei der Stadt Würzburg prüfen lassen, ob er staatliche Förderungen in Anspruch nehmen kann.

schellerDenn der Freistaat hat ab 1. Mai 2018 die Einkommensgrenzen deutlich, im Schnitt um etwa 20 %, erhöht, damit mehr Haushalte von der Eigenheimförderung und Förderung der Wohnungsanpassung profitieren können.

Beispielsweise kann nun ein Ehepaar, das nicht länger als sieben Jahre verheiratet ist und ein Kind hat, bis zu 73.000 Euro im Jahr verdienen, mit zwei Kindern sogar bis zu 88.800 Euro brutto, und immer noch zinsgünstige Darlehen erhalten. Die Einkommensberechnung basiert jedoch nicht auf dem zu versteuernden Einkommen. Wer wissen möchte, ob sein Haushaltseinkommen innerhalb dieser Grenzen liegt, sollte die Beratung der städtischen Fachabteilung Wohnungsbauförderung in Anspruch nehmen und den Rechner auf www.bayernlabo.de nutzen.

Voraussetzungen für eine Förderung ist ein Eigenkapital von mindestens 15 % und einem Darlehen, beispielsweise von der Hausbank oder der KfW, in Höhe von 1/3 der zu erwartenden Kosten. Theoretisch sind die restlichen 50 % über Förderprogramme zu sehr günstigen Konditionen zu finanzieren. Die Darlehen reichen von 0,5 bis 2 % und haben eine Zinsbindung von 10 bis 30 Jahre. „Diese enorm günstigen Konditionen minimieren das eigene Risiko“, sagt Kämmerer Robert Scheller. Außerdem besteht die Möglichkeit, den staatlichen „Kinderzuschuss“ zu beantragen. Dieser beträgt einmalig 2.500 Euro pro Kind. Bewilligt werden die Fördergelder für Bauvorhaben in der Stadt über die Fachabteilung Wohnungsbauförderung.

Für den barrierefreien Ausbau von Eigenheimen oder Eigenwohnungen gelten die gleichen Voraussetzungen, auch hier wurde die Einkommensgrenze auf das gleiche Niveau angehoben. Menschen mit Behinderungen erhalten eine Förderung ihrer baulichen Maßnahmen wie behindertengerechter Gestaltung von Bad/WC, Einbau eines Treppenliftes, Rampe im Eingangsbereich, Verbreiterung von Türen, etc. in Form eines „leistungsfreien Baudarlehens“ in Höhe von bis zu 10.000 Euro. Nach Einhaltung einer fünfjährigen Belegungsbindung wird das Darlehen erlassen. Der Antragsteller zahlt in diesem Fall nur den einmaligen Verwaltungskostenbeitrag von 1 %. Bei einem Zwei-Personen-Haushalt liegt die Einkommensgrenze bei maximal 34.500 Euro netto.

Die Beratung zur Finanzierung erfolgt über die städtische Wohnungsbauförderung, zur Art der Umbaumaßnahme in der Wohnung berät die städtische Wohnberatung im Pflegestützpunkt.

Kontakt:

Soziale Wohnraumförderung, Eigenheime/Eigenwohnungen, Roland Scherg, Tel. 09 31/37-3290, roland.scherg@stadt.wuerzburg.de, Bettina Rösner, Tel. 09 31/37-32 85

Wohnberatungsstelle im Pflegestützpunkt, Bahnhofstr. 11, Ina Semmel, Tel. 09 31/20 78 14 10, ina.semmel@stadt.wuerzburg.de.


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