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Großzügige Spende der "Muggergittermacher"

Ansbach - Dr. Hans Mehringer überreichte einen Scheck über 10.000 Euro an den Lions Club Ansbach und unterstützt damit die gemeinnützige Arbeit des Clubs. 

Der Geschäftsführer und Alleingesellschafter des Ansbacher Herstellers von Insektenschutzgittern ist ein Mensch, der schon immer über den eigenen Tellerrand 201201_FotoDRM_05hinausblickt und etwas übrig hat für die Mitglieder unserer Gesellschaft, mit denen es das Leben nicht so gut meint wie mit ihm. So betrachtet er es nicht nur als seinen eigenen Verdienst, wenn die Geschäfte gut laufen, sondern empfindet ehrliche Dankbarkeit und das Bedürfnis, etwas an die Gemeinschaft zurückzugeben.

Als aktiver Christ zitiert Dr. Mehringer gerne die Bibel und spricht davon, dass man den "Zehnten" (Teil seines Einkommens) zugunsten anderer abgeben soll. Damit meint er ausdrücklich nicht die Steuern, sondern freiwillige Spenden. Dass er dies nun umsetzt, ist nicht neu, sondern ein jährliches Herzensanliegen. Aus Prinzip verteilt der 60-Jährige seine Spenden lieber, ohne es an die große Glocke zu hängen. Hier hält er es mit einem Bibelwort aus Matthäus 6,3, in dem die Empfehlung steht, "man solle beim Almosen geben die linke Hand nicht wissen lassen, was die rechte tut", also kein großes Aufheben um seine guten Taten machen.

Dass er es in diesem Fall nun anders handhabt, liegt an den besonderen Umständen, denn Empfänger der Summe ist der ortsansässige Lions Club. Dort ist Dr. Mehringer seit Jahren Mitglied und war vor drei Jahren auch turnusmäßiger Präsident der Organisation.

Die Coronapandemie und die damit verbundene Absage von Veranstaltungen nahezu aller Art trifft auch den Lions Club Ansbach. Unter anderem musste man den traditionellen Flohmarkt zur Jahresmitte und auch den Bücherflohmarkt, der vor der Adventszeit im Brückencenter stattfindet, heuer absagen. Aus diesen beiden Events erlöste der Club in den vergangenen Jahren den Großteil des Budgets für seine mildtätigen Projekte. Nach dem Wegfall stehen die Lions daher nun vor der Herausforderung, neue Quellen zu erschließen, mit deren Hilfe sie auch zukünftig das soziale und gesellschaftliche Engagement wahrnehmen können.

Die Lions stehen mit ihrem Hilfswerk für Projekte zugunsten Hilfsbedürftiger

Als Insider weiß Dr. Mehringer, dass sich Spender sicher sein können, dass das Geld über den Lions Club zu 100 Prozent bei Hilfsbedürftigen ankommt. Dafür steht auch Rechtsanwalt Sebastian Gramsamer, der Vorsitzende des Lions Hilfswerks Ansbach. Mit der Veröffentlichung der Spendenübergabe hofft Dr. Hans Mehringer getreu der bewährten Marketing-Idee "Tue Gutes und rede darüber", dass andere Menschen seinem Beispiel folgen.

Als Verwendungszweck seiner Spende formuliert er den Wunsch, dass maximal die Hälfte an ein überörtliches Lions-Projekt weitergegeben wird, z. B. an "SightFirst". Dies ist ein Projekt der weltweiten Lions, mit dem Blindheit in Entwicklungsländern bekämpft wird. Die restliche Summe, also mindestens 5.000 Euro, soll in freier Entscheidung der Ansbacher Lions für Projekte und Hilfsmaßnahmen vor Ort eingesetzt werden.

Beim Spenden denkt der Chef der "Muggergittermacher" trotzdem auch an sein eigenes Glück und orientiert sich dabei an den Erkenntnissen des ungarisch-amerikanischen Glücksforschers Mihály Csíkszentmihályi, der als Schöpfer der Flow-Theorie gilt. Dieser hat unter anderem formuliert, "dass man einen Glückszustand erlebt, wenn man gerade nicht an sich selbst denkt, sondern ganz in einer Konzentration auf eine Tätigkeit oder ein Herzensanliegen aufgeht, also eben gerade nicht um sich selbst rotiert." Dr. Hans Mehringer hat für sich erkannt, dass das "Abgeben und Loslassen (auch von materiellen Gütern) in dieser Hinsicht sehr hilfreich sein kann" und erinnert dabei auch an die schlichte Weisheit, "dass man ganz zum Schluss sowieso nichts mitnehmen kann".

Die Idee des Lions Club wurde vor gut einhundert Jahren in den USA geboren. Daraus entstand bis heute ein Netzwerk von Serviceclubs in etwa 200 Ländern mit mehr als 1,4 Millionen Mitgliedern. Der Lions Club Ansbach wurde im Jahr 1971 gegründet und zählt etwa 40 Mitglieder. Die Präsidentschaft wechselt jährlich. Derzeit bekleidet Hans-Peter Smolka dieses Amt.

Bildunterschrift: Sebastian Gramsamer (li.), Vorsitzender des Lions Hilfswerks Ansbach, freut sich über die großzügige Spende von Muggergittermacher-Chef Dr. Hans Mehringer. Foto: Spengler & Meyer GmbH

 


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